El Cabanyal
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Anfänge vor Christi

Das Gebiet des Cabanyal damals: In den Jahrhunderten vor Christi Geburt wurde der Küstenbereich zwischen dem großen Fluss "Turia" und dem kleineren Fluss "Barranc de Carraixet" schon als Anlegestellen für Schiffe genutzt, genauso wie die aus Quellen gespeisten Süßwasserkanäle, sog."Acequias". Alle diese ins Meer mündenden Flüsse und Kanäle dienten als Transportwege zwischen im Landesinneren gelegenen iberischen Siedlungen und der Küste. Die Schiffe landeten entweder direkt auf dem Sandstrand oder konnten an Holzstegen am Ufer der Flüsse und Kanäle festgezurrt werden. Es gab noch keinen Hafen.


Die Römer gründen Valencia

Im Jahre 138 v. Chr. wird Valencia als Kolonie von Hispania durch die Römern gegründet. Da Valencia selber nicht am Meer lag, wurden für den Transport vom Meer weiterhin die Flüsse und Kanäle genutzt, Landungsstege gab es in Saler-Pinedo und in der Zone Grau-Cabanyal, wo langsam ein Hafenbereich entstand. Verschiedene Funde von Tonkrügen in Schiffswracks, gesunken in den Kriegen zwischen Karthager und Römer, zeugen von einem regen römischen Handel mit Italien. Insbesondere wurde Wein nach Valencia für das dortige römische Heer importiert. 50 bis 100 Jahre später expandierte der Handel auch nach Nordafrika. 


Die Araber bauen den Hafen aus

Mit dem Niedergang des römischen Reiches und der Herrschaft der Araber (Mauren) ab 711 wurde Valencia  immer größer, da die Stadt nahe an maritimen Handelsrouten lag. Der außerhalb von Valencia liegende Hafen bekam deshalb größere Bedeutung. Die Araber begannen ein Verteidigungssystem mit Mauern um den Hafenbereich "El Grau" zu bauen. 


Die Acequias der Araber

Das spanische Wort "acequia" kommt aus dem arabischen, as-sāqiya, was so viel bedeutet wie Wasserleitung. Die Araber waren Meister in der Technik der Bewässerung. So bauten sie die früheren natürlichen Süßwasserkanäle weiter aus und fügten viele weitere Kanäle hinzu, "Acequias" genannt. Durch diese Bewässerungstechnik der Araber wurden im Umkreis von Valencia die Ebenen, Felder und Grundflächen bewässert, noch heute die Grundlage für den Anbau von Gemüse und vor allem der Orangen. Auch durch das Cabanyal flossen verschiedene Acequias, unter anderem die Acequia de Rihuet, die Acequia de Gas, Acequia de los Angele und die Acequia de la Cadena.


Fischer unter Jaime I 

Jakob der Eroberer, spanisch Jaime I, eroberte im Jahr 1238 Valencia. Die Herrschaft der Mauren und damit der Muslimen war damit beendet, mit Jakob unterlag Valencia wieder christlicher Herrschaft. Unterstützt wurde die christliche Eroberung vom Papst und von Kreuzrittern aus England und Frankreich.

Jaime I hatte großes Interesse, dass die Fischer und Matrosen sich am Meer im Hafenbereich El Grau ansiedelten. Doch niemand wollte nah am Meer wohnen. Dort zu leben galt als ungesund und gefährlich. Jaime I versuchte deshalb mittels materiellen Anreizen die Siedlung um den Hafen El Grau zu beleben. 

Die Gründung der Siedlung "El Grau" ist datiert auf das Jahr 1249. Damit sich dort Fischer ansiedelten, mussten sie keine Grundsteuer auf die Häuser bezahlen. Außerdem legte Jaime I im Jahr 1250 unterschiedliche Abgaben für den Fischfang fest. Da der Fischfang im offenen Meer weitaus gefährlicher war als im Süßwassersee Albufera weiter südlich, mussten die Fischer der Zone Grau-Cabanyal weniger Abgaben (Tribute) bezahlen. Es wurde also schon im Jahre 1250 unterschieden zwischen den "Fischern des Meeres" und den "Fischern von Albufera".


El Cabanyal um 1249

Während das Hafengebiet El Grau von einer Befestigungsmauer umgeben war, welche die darin lebenden Fischer und Matrosen etwas schützte, hatte das nördliche daran angrenzende Gebiet des Cabanyal keinen Schutz durch Hafenmauern und Befestigungen. Das Gebiet war teilweise sumpfig und durch Überschwemmung gefährdet, die Boote und Schiffe landeten direkt auf dem Sandstrand oder an hölzernen Anlegestellen. Die meisten, die dort lebten, hatten keine feste Arbeit und auch keinen festen Wohnsitz. Viele verdienten sich nur als Tagelöhner ihr Brot.


Erste schriftliche Hinweise 1422

Die ersten schriftlichen Hinweise zur Existenz des an den Hafen El Grau grenzenden Dorfes El Cabanyal stammen vom 4. Juni 1422. Es sollte von der Siedlung El Grau auf dem Weg zum Cabanyal eine Brücke gebaut werden: "En lo cami que va al Cabanyal". 

Diese Brücke sollte den Kanal "la acequia del Rihuet" überqueren. Heute ist dieser Bewässerungskanal eine Straße, die "Calle de Francisco Cubell", die in der Nähe des Hafens zum Meer führt.


Cabanyal, Canyamelar, Cap de França

Bis zum 15. Jahrhundert bezeichnete man das gesamte Gebiet nördlich angrenzend an das Hafengebiet El Grau als El Cabanyal. 

Erst später wurde die Zone ab der Acequia de Rihuet (heute Calle Franciso Cubell) und der Acequia de Gas (heute calle mediterráni) "Canyamelar" genannt. Das eigentliche "El Cabanyal" erstreckte sich dann von der Acequia de Gas (heute calle mediterráni) bis zur Acequia de los Angeles (heute calle Pintor Ferrandis). "Cap de França"war die dritte Zone, sie begann ab der Acequia de los Angeles (heute calle Pintor Ferrandis) bis zur Acequia de la Cadena (heute Avenida de Tarongers).


Cabanyal - Das Dorf der Fischer

Der Fischfang wurde immer bedeutender, so dass sich allmählich viele Fischer außerhalb von El Grau ansiedelten. Die einfach gebauten Häuser oder Hütten waren die "cabanyas", wie auf dem alten Foto oben zu sehen ist. Daher kommt wohl der Name des Dorfes "El Cabanyal". 

So wie El Grau durch den Hafen und den Seehandel definiert war, so El Cabanyal durch die Fischer. Jaime I sah im Fischfang eine große Bedeutung, die Fischer lieferten den Fisch für die Krone ab. Als "Privileg" durften sie sich einschreiben als Fischer des Cabanyal "Matriculado de la mátricula del Cabanyal". Nur diese durften fischen. Aus dieser Einschreibung "mátricula" entwickelten sich später die Genossenschaften der Fischer (cofradías). Allmählich entstanden auch kleine Schreinereien, Werkstätten und erste Werften für den Bau von Booten und Schiffen.


Canyamelar - Anbau von Hanf

Diese Zone war damals sumpfig, Schilfrohr und Buschwerk wuchsen wild, wenig geeignet für den Bau von Häusern. Einige Bauern bauten Hanfplantagen an und verkauften den Hanf für die Produktion von Seilen für die Fischerboote. Hanf heißt auf spanisch cányamo, daher wohl der Name Canyamelar. 


Bauern im Cap de França

Der Bereich von Cap de França wurde überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Damals auch genannt als "Partida de Rambla". Die Bauern (labradores) pflanzten unter anderem Weizen (trigo) und Hanf (cányamo) an und sie kultivierten Maulbeerbäume. Bis zum 18. Jahrhundert mussten sie das Land pachten und damit Pacht bezahlen, denn das gesamte Land befand sich im Besitz der Kirche. Von der Existenz dieser Bauern erzählt ein Dokument der Mönche del Convento del Remedio von 1680: Wegen Brandgefahr wurde der Familie Luis Font verboten, Stroh und Mist für ihre Tiere im Inneren des Hauses zu lagern.

Maulbeerbäume sind die Grundlage für die Seidenproduktion. Valencia wurde reich durch den Seidenhandel, siehe auch Lonja de Seda. Seide, die starke feine Naturfaser wird vom Seidenspinner - auch Maulbeerspinner genannt - gesponnen. Die Raupe ernährt sich ausschließlich von Blättern des Maulbeerbaums. Nach wochenlanger Fütterung spinnt die Raupe vor der Verpuppung ein Seidengewirr als Verankerung für den Kokon. Anschließend spinnt sie einen Seidenfaden von rund 3000 Metern um ihren Körper herum. Um den Kokon des Seidenspinners unbeschädigt zu ernten, tötet der Züchter die eingesponnene Larve nach zehn Tagen. Das geschieht mit Wasserdampf, Heißluft oder Mikrowellen. Für die Produktion von einem Kilogramm Rohseide werden rund 4000 Kokons benötigt.


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